Jochen Mühlenbrink

Ice
Ice
2008
Öl auf Leinwand
170 x 210 cm



Landauswärts
Landauswärts
2008
Öl auf MDF-Platte
80 x 140 cm



Kurve
Kurve
2008
Öl auf Leinwand
210 x 170 cm



o. T.
o. T.
2008
Öl auf Leinwand
170 x 210 cm



Mal Heur
Mal Heur
2008
Öl auf Nessel
90 x 90 cm



Ausflug (Detail)
Ausflug (Detail)
2008
Öl auf Leinwand
Triptychon 210 x 510 cm



Schneefeld
Schneefeld
2007
Öl auf Leinwand
95 x 120 cm



Hochsitz (tiefer gelegt)
Hochsitz (tiefer gelegt)
2007
Öl auf Leinwand
60 x 40 cm



Yes we are open
Yes we are open
2007
Öl/Nessel
95 x 125 cm



Tanke
Tanke
2007
Öl/Nessel
120 x 140 cm



Schnee
Schnee
2007
Öl on Nessel
170 x 210 cm



Gipfel 2
Gipfel 2
2007
Öl auf Leinwand
210 x 170 cm



Halle
Halle
2007
Öl auf Leinwand
90 x 120 cm



Notre Dame
Notre Dame
2007
Öl auf Leinwand
Triptychon
220 x 510 cm



Flur
Flur
2007
ÖL auf Leinwand
40 x 50 cm



o.T. (leerer Raum)
o.T. (leerer Raum)
2007
Öl auf Leinwand
70 x 90 cm

Der Künstler, dessen Gemälde bereits Eingang in renommierte Sammlungen in Deutschland und im Ausland gefunden haben, arbeitet überwiegend in thematischen Gruppen. Die neueste Serie, „Asphalt“ von 2008 zeigt dichte, durch Laub- und Blattwerk nahezu undurchdringliche Wälder. Der Mensch ist auch hier, wie bei seinen früheren Werkgruppen nicht zu sehen und doch ist er gerade in seiner Abwesenheit gegenwärtig, ja vielleicht ist er das eigentliche Thema der Bilder. Wie in früheren Werkreihen klingen hier Stille, Einsamkeit und Melancholie an. Bisweilen dringt ein Störfaktor ein – etwa ein Zug (Ice)– und sorgt für einen Augenblick der Erschütterung. Mühlenbrinks Bilder sind Momentaufnahmen, die seine subjektiven Eindrücke reflektieren. Das vermeintliche Idyll der Bilder entpuppt sich oft als getrübt. Befremdliches und Ambivalenzen zwischen Erhabenem und Banalem, Schönheit und Hässlichkeit treten hervor. So etwa in den Spuren des Konsums, die sich als auffällig farbiger Unrat auf der Straße verstreut finden (Malheur) oder die Absurdität des menschlichen Eingriffs in seinen Umraum, die in einer Wäscheleine im Wald kulminiert.

„Vermieden wird die laute Geste, auch eine ironisch distanzierte Haltung. Der Maler ringt nicht mit seinem künstlerischen Selbstverständnis, sondern widmet sich ganz dem Akt des Malens. Sein Weg ist nicht der des Zerschlagens, des Verneinens. Vielmehr arbeitet er in dem Bewusstsein der Tradition der Malerei und so verwundert es nicht, dass Analogien auftauchen, etwa zu den lyrisch-romantischen Anklängen Claude Lorrains oder den stimmungsgeladenen Lichtsituationen, wie sie William Turner schuf – Licht, das zur Kontinuität des Raumes führt und das Zeitliche aufzuheben scheint. Jochen Mühlenbrink formt ebenso der Phantasie entspringende Natur- und Lichträume, die auf einem Konglomerat von sich ähnelnden, vorgefundenen Situationen basieren und die Spuren des Urbanen herausfordern. Es finden sich kontrastierende Zeichen der alltäglichen Zivilisation im menschlichen Raum und bilden dennoch ein Abbild einer stillen, sonntäglichen Welt.“ (Isabel Meixner, Karlsruhe, im Katalog Jochen Mühlenbrink „Asphalt“ Freiburg 2008)

Jochen Mühlenbrink studierte bis 2006 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er ist Meisterschüler von Markus Lüpertz. Seine Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, darunter in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt (Einzelausstellung mit Katalog), in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn, im KIT/Kunst im Tunnel, (Projektraum der Kunsthalle Düsseldorf), im Düsseldorfer NRW Forum für Kultur und Wirtschaft, im Museum Baden in Solingen, im Kunstverein Reutlingen und im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster.