Christine de la Garenne

Die als Loops konzipierten Videoarbeiten von Christine de la Garenne wirken zunächst ebenfalls vertraut und unspektakulär, erweisen sich bei eingehender Betrachtung jedoch als ausgesprochen vielschichtig. Die in der Ausstellung zu sehende Videoarbeit "Heimkehr" zeigt auf einem Flatscreen eine gemalte Waldlandschaft. Nahezu unmerklich verwandelt sich das Gemälde zu einer Fotografie, die die selbe Ansicht wie das Gemälde zeigt. Nach kurzen Momenten verwandelt sich das Bild wieder zum Gemälde zurück. Mit subtilen Mitteln weckt die Künstlerin Zweifel am vermeintlich Realen. Computergenerierte Bilder, die sich sukzessiv verändern, irritieren unsere Betrachtung. Fehlende Bild- und Toninformationen oder ihre Neukombination verhindern, sich vollständig auf die Darstellung einzulassen. Der Komplexität technischer Abläufe steht eine im Motiv angelegte, reduzierte Ästhetik gegenüber. Parallel zur Bildstrecke läuft eine Tonspur. Visuelle und akustische Wahrnehmung bilden zwei aufeinander bezogene, aber autonome Informationsebenen.

Arbeiten von Christine de la Garenne sind noch bis zum 29.4.07 in der Städtischen Galerie Wolfsburg und ab dem 15.3.07 im Kunstmuseum Bonn (Videonale) zu sehen.

Christine de la Garenne lebt und arbeitet in Berlin. Marcel van Eeden lebt und arbeitet in Den Haag und Berlin.